Bereich Strahlentherapie

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Die Ausstattung der Strahlentherapie

CT zur Bestrahlungsplanung

Die moderne Strahlentherapie setzt eine aufwendige CT-Planung voraus. Hierfür steht in unserer Abteilung ein hochmoderner 16-Zeiler CT zur Verfügung. Ausgestattet mit einer großen Öffnung (Gantry), damit Patient*innen auch bei der Verwendung von aufwendigen Lagerungshilfen entsprechend der späteren Bestrahlung mittels CT geplant werden können.

 

Linearbeschleuniger

Wir verfügen über zwei hochmoderne, voll digitalisierte Linearbeschleuniger, die eine präzise und schonende Bestrahlung sicherstellen. Durch die exakte Abstimmung der beiden Geräte aufeinander ergibt sich eine genau gleiche Umsetzung der Bestrahlung im Falle von Wartungsarbeiten.


Mit unseren Therapiegeräten sind wir zudem in der Lage, unsere Patient*innen mit den modernsten Bestrahlungstechniken zu behandeln. Fluenzmodulierte Applikationen der Strahlung wie IMRT und VMAT/RapidArc® gehören schon seit Langem in unserem Hause zum Standard.


Durch die Verwendung eines Gatingsystems können wir unsere Patienten*innen, die an der Brust oder der Lunge bestrahlt werden, bei tiefer Einatmung (DIBH) behandeln. Diese Behandlungsweise minimiert die Belastung von Herz und Lunge.


Hochpräzisionsbestrahlungen (Stereotaxie) im Bereich des Gehirns oder der Lunge führen wir seit vielen Jahren routinemäßig durch. Zur präzisen Positionierung verwenden wir einen 6D-Roboter-Tisch, der alle  Bewegungsrichtungen einstellen kann.


Um das Zielgebiet bei stereotaktischen Bestrahlungen im Bereich der Lunge möglichst klein zu halten und somit den gesunden Teil der Lunge bestmöglich zu schonen, greifen wir auf langjährige Erfahrungen mit dem Atemgating zurück. Hierzu erstellen wir mit unserem Computertomographen ein „Video“ (4D-CT), in dem alle Atemzyklen erfasst werden. Anschließend wird nur in vorher definierten Atemphasen bestrahlt.


Besonders hervorzuheben ist die Einführung der oberflächengeführten Strahlentherapie (SGRT). Hierbei wird zusätzlich zur bildgeführten Radiotherapie (IGRT), die Patientenoberfläche mittels eines optischen 3D-Verfahrens ohne zusätzliche Strahlenbelastung abgetastet.
Dieses Verfahren kommt besonders unseren Patientinnen, die an der Brust bestrahlt werden, zugute.

 

Bestrahlungsplanungssystem

Für die einzelnen Bestrahlungstechniken wie 3-D-konformale Bestrahlung, IMRT, VMAT, Stereotaxie, Brachytherapie stehen uns spezielle Planungssysteme zur Verfügung.

Mit diesen hochmodernen Computersystemen errechnen die Medizinphysikexperten einen individuellen Bestrahlungsplan, sodass eine möglichst gleichmäßige und zielgerichtete Bestrahlung des Tumors gewährleistet ist.

 

Brachytherapie (Kontakttherapie)

Bei der Brachytherapie (Afterloading) wird der Therapiestrahl nicht von außen durch den Körper in den Tumor eingebracht, sondern eine Strahlenquelle über Hohlnadeln oder Schläuche direkt in das Tumorgebiet kurzzeitig eingeführt. Der Vorteil dieser Methode ist die hohe Dosis im Tumor mit steilem Dosisabfall zum gesunden Gewebe. Damit werden eine bessere Schonung des umliegenden Gewebes sowie eine bessere Verträglichkeit der Therapie erzielt.


Diese Behandlungsform nutzen wir beispielsweise bei Prostata-Karzinomen. Dabei erfolgt ein Teil der Bestrahlung von außen mittels Linearbeschleuniger, ergänzt durch die zweimalige Brachytherapie. Je nach Größe der Prostata werden unter Ultraschallkontrolle Hohlnadeln eingeführt. Die Bestrahlung erfolgt nach einem computergestützt errechneten Bestrahlungsplan, bei dem die radioaktive Quelle definierte Haltepunkte in den Hohlnadeln anfährt. Durch die Kombination beider Behandlungsformen ergibt sich eine deutlich geringere Belastung im Bereich von Blase und Darm, so dass die Nebenwirkungen gesenkt werden können.

 
Wir sind eine der wenigen Einrichtungen, die diese bewährte Therapie anbieten und in enger Zusammenarbeit  mit unseren Fachabteilungen und externen Kooperationspartner regelmäßig durchführen. Hierfür steht uns ein eigener Brachytherapie-OP zur Verfügung.

 

Oberflächentherapie / Dermopan®

Bei der Oberflächentherapie werden Röntgenstrahlen mit besonders niedriger Energie eingesetzt. Diese Strahlung hat nur eine geringe Eindringtiefe und ist somit ideal zur Behandlung von oberflächlichen Hauttumoren.